Lenins 150. Geburtstag fiel in die ersten Monate der Corona-Krise. Unter der realen Todesdrohung des Virus gelang es den darin biopolitischen Regierungen, die Mehrheit der Weltbevölkerung in ihren Wohnungen einzusperren und ihr Alltagsleben stillzustellen. Der politische Skandal der größten Massenquarantäne der Weltgeschichte lag in ihrer Durchsetzung unter weitgehender Zustimmung der Eingesperrten und Stillgestellten.
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Meine Option des Widerstands – der kein Widerstand gegen die Rationalität der Maßnahmen war – lag in der Suche nach dem „Lenin’schen Moment“ der Situation. Fündig wurde ich in der Erinnerung der Politik, die man als Sartres „Ultrabolschewismus“ bezeichnet hat: „Wenn die Tatsachen ‚weder ja noch nein‘ sagen, wenn das vom Proletariat gewünschte Regime zweifelhaft ist und wenn man – dies wissend – und in Kenntnis der Passiva des Systems, dem Proletariat hilft, es zustandezubringen, so deshalb,

weil man weniger an das Proletariat als an sich selbst denkt.“ (Merleau-Ponty a.a.O., These VIII)
Hjalmar Jorge Joffre-Eichhorn (u.a.). Lenin 150 (Samizdat). Daraja Press, Quebec 2020
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