Angaben zur Person

Wien. Konferenz Dialektik der Befreiung, 2017

Thomas Rudhof-Seibert. Philosoph. Autor. 1957 in Rüsselsheim geboren. Politisiert sich in den Revolten der 1970er Jahre. Feiert seinen zwanzigsten Geburtstag am 16. Oktober 1977: In der Nacht des nächsten Tags sterben Gudrun Ensslin, Andreas Baader und Jan Carl Raspe in Stuttgart-Stammheim.

Studiert ab 1985 erst in Mainz, dann in Frankfurt Philosophie und Ethnologie. Promoviert 1995 mit einer Arbeit zur Geschichte der Existenzphilosophie (Geschichtlichkeit, Nihilismus, Autonomie. Philosophie(n) der Existenz. Stuttgart 1996; Existenzphilosophie. Stuttgart 1997; Existenzialismus. Hamburg 2000). Publiziert seither regelmäßig zu den dort aufgeworfenen Fragen.

Arbeitet von 1997 – 2023 als Menschenrechtsreferent und Südasienkoordinator für die politische Hilfsorganisation medico international. Stetige Aufenthalte in Sri Lanka, Pakistan und Bangladesch. Nimmt in diesen Jahren aktivistisch und publizistisch an den Bewegungen für eine andere Globalisierung und Versuchen der Reorganisation einer radikalen und zugleich interventionistischen Linken teil. Publiziert zur „Kommunismus“-Debatte dieser Jahre (Krise und Ereignis. Siebenundzwanzig Thesen zum Kommunismus. Hamburg 2009; Zur Ökologie der Existenz. Freiheit. Gleichheit. Umwelt. Hamburg 2017; Kritik und Aktualität der Revolution. Wien 2017, mit Martin Birkner). Ist von der ersten (2002) bis zur letzten (2008) der 13 Ausgaben Redakteur von Fantômas – Halbjahresmagazin für linke Debatte und Praxis, in Deutschland damals das Forum des Streits um Bewegung und/oder Idee des Kommunismus. Bilanziert die heute abgeschlossene Sequenz in einem Ausblick auf das jetzt Mögliche in gwf hegel. herrschaft, knechtschaft, bewusstsein der freiheit. eingeleitet und kommentiert von thomas rudhof-seibert. Hamburg 2023.

Lebt von 1977 bis zu ihrem Tod 2020 mit der Kunsthistorikerin Bettina Rudhof zusammen, von der hier ausgewählte Vorträge zur Architektur dokumentiert werden.