gwf hegel. herrschaft, knechtschaft, bewusstsein der freiheit. eingeleitet und kommentiert von thomas rudhof-seibert

Um die Geschichte als Fortschritt im Bewusstsein der Freiheit steht es heute so schlecht wie selten zuvor. Da liegt es nahe, es noch einmal mit dem Anfang aller Befreiung zu versuchen: mit dem Kampf auf Leben und Tod, der gegen ausnahmslos alle Herrschaft und gegen jede Knechtschaft zu führen ist. Wird dieser Kampf zunächst die Sache von wenigen sein, ändert das nichts daran, dass er stets und überall für alle ausgefochten wird. Sofern dieses Buch in diesen Anfang einführt, ist es selbst ein Anfang: eine laufende und hoffentlich fortlaufende Arbeit. Wird fortgesetzt.

Aus den Rezensionen:

Lag die Hoffnung seit den 2010er Jahren in der zunehmenden Zahl der Aufstände, vom arabischen Frühling über die Maidan-Bewegung in der Ukraine bis zur Revolte in Chile im Jahr 2019, so lässt die Wendung hin zur Korruption, auffällig in der Ukraine, keine Perspektive mehr zu. Der Stillstand der Geschichte zeigt sich auch im Einfrieren des Lebens während der Pandemie, die „wirklichen Bewegungen“, die unterworfenen Bevölkerungen blieben „biopolitisch abgerichtet“ (S. 30). Um eine Idee zu gewinnen, wie dieser Stillstand der Geschichte beendet werden könnte, rekapituliert Rudhof-Seibert auf Hegel in der Interpretation von Alexandre Kojève.

Robert Foltin in Brot und Spiele 2. April 2024

Hier der Text: HEGEL.HKD